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Was bedeutet "Ostara" wirklich?

Ostern, das bedeutendste Fest im christlichen Glauben, verkörpert die Feier der Auferstehung Jesu Christi und symbolisiert die Hoffnung auf Überwindung von Leid und Tod. Ist das wirklich die Wahrheit? Beleuchten wir das doch aus älteren Quellen als der Bibel. Hinter den festlichen Ritualen und Bräuchen verbirgt sich eine reiche Geschichte, die weit über die christliche Tradition und Geschichte hinausgeht. Komm mit, auf einer kleinen Reise durch die Zeit und Tradition!

 
"Die Lerche stieg am Ostermorgen, empor ins klarste Luftgebiet, und schmettert‘, hoch im Blau verborgen, in freudig Auferstehungslied. Und wie sie schmetterte, da klangen es tausend Stimmen nach im Feld: Wach auf, das Alte ist vergangen, Wach auf, du froh vergnügte Welt!"

-Emanuel Geibel

 

Hast du dich schon einmal gefragt, woher der Name Ostern kommt?

Der Ursprung des Begriffs "Ostern" ist umstritten, doch eine mögliche Erklärung führt uns zu den althochdeutschen Wörtern "Ostara", "Eostre" oder "Eostrae", die die Göttin der Morgenröte, des Frühlings und der Fruchtbarkeit, "Aurora", bezeichnen. Der angelsächsische Mönch und Kirchenhistoriker Beda Venerabilis deutete die Herkunft des Wortes "Easter" (Ostern) auf die frühere germanische Göttin "Eostrae" zurück.

Die Verbindung zwischen Ostern und der Wiedererweckung der Natur in der Frühlingszeit ist bis heute in einigen alten Bräuchen erhalten geblieben.

Das heidnische Fest Ostara, das die Frühlingsgöttin ehrte, markierte das Wiedererwachen der Natur nach den winterlichen Monaten. Das Binden eines Osterstrauchs aus Zweigen und immergrünen Blättern diente einst dem Schutz der Ernte und wird heute symbolisch zum Schutz des eigenen Heims verwendet.


Erster Vollmond nach der Tag- und Nachtgleiche

Das Fest der Ostara wurde traditionell auf den Zeitpunkt der Tag- und Nachtgleiche am 21. März oder auf den Tag des ersten Vollmonds danach festgelegt. Bis heute fällt Ostern jedes Jahr auf ein anderes Datum, da es am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond nach der Tag- und Nachtgleiche gefeiert wird. Dieses Fest hat eine weitaus ältere Geschichte, als die Kirche uns glauben lässt. Es existierte schon lange vor der Geburt oder Wiederauferstehung Christi. Die christliche Aneignung alter eigenständiger germanischer Religionen ist offensichtlich. Es scheint, als ob verdeckt werden soll, dass es vor der sogenannten christianisierten Neuerung bereits eine vorchristliche Religion gab, die bereits alle Aspekte des Christentums kannte. Einige Forscher argumentieren, dass Ostara mit Freya aus der nordischen Edda identisch sein könnte, da der Name im Süden selten vorkommt, aber im Norden häufiger anzutreffen ist. Man hört oft von Ostara im Süden, während sie im Norden kaum erwähnt wird. Dies erklärt möglicherweise, warum wir die Göttin Ostara wörtlich nicht in der Edda finden können. In der Edda wird an einer einzigen Stelle Freya mit "ásta-gud" gleichgesetzt. Es wird vermutet, dass dieser Begriff aus dem älteren "osta(r)" entstanden sein könnte.


"Osterhaas, weisch du was? Ich ha dich gester gseh im Gras..."

Die Tradition des Osterhasen hat ihre Wurzeln in den alten Ostara-Bräuchen. Der Hase, ein Symbol der Fruchtbarkeit, wurde im Laufe der Zeit mit dem Eiersuchen verbunden. Aus dem heiligen Mondhasen wurde schliesslich der Osterhase, der bunt bemalte Eier versteckt und damit den Frühling ankündigt.

In vielen Kulturen steht das Ei als Symbol für Leben und Wiedergeburt.


Die Göttin "Ostara" kämpfte tapfer gegen die eisige Kälte und schickte die ersten warmen Sonnenstrahlen im Frühling zur Erde. Zu dieser Zeit erwacht die Natur aus ihrem tiefen Winterschlaf und bringt Fruchtbarkeit, Wärme und Licht. Legenden besagen, dass einst Jäger die Göttin der Morgenröte verfolgten und sie beinahe töteten. Doch die Göttin verwandelte sie in einen Hasen. Seitdem streift sie als Hase durch das Land und verteilt bunte Eier als Zeichen des Frühlings und der Wiedergeburt. Heute werden traditionell Hühnereier zu Ostern bemalt und als Zeichen der Erneuerung gefeiert.


Heilpflanzen im Frühling

Neben den traditionellen Bräuchen bietet der Frühling auch eine Fülle an Heilpflanzen, die uns unterstützen können. Von Löwenzahn bis Brennnessel - diese Pflanzen können uns dabei helfen, den Übergang in die neue Jahreszeit zu erleichtern und unseren Körper zu stärken.


Ob man nun das kirchliche Osterfest oder das heidnische Ostara-Fest feiert, Ostern ist eine Zeit, die das erwachende Leben und die wiederbelebte Natur würdigt. Es ist somit nicht nur ein Fest der christlichen Tradition, sondern viel mehr ein viel älteres Fest, das tief in den Rhythmen der Natur verwurzelt ist. Es ist eine Zeit des Feierns und des Dankes für das Erwachen neuer Lebenskräfte und die Schönheit der Natur.


Frohe Eiersuche!



Das Lernort Langrüti - Team



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